Haarausfall

Von den etwa 100.000 Haaren, die den Kopf bedecken, fallen täglich bis zu 100 Haare aus. Das ist wachstumsbedingt und normal.

Tritt vermehrter Haarausfall auf, muss auch das noch kein alarmierendes Zeichen sein. So kann z.B. beim Übergang zur Winterzeit vermehrter Haarausfall auftreten, weil in dieser Zeit mehr Haare in die Ruhephase treten als im restlichen Jahr. Am Ende dieser Ruhephase wird ja das Haar ausgestoßen um einem neuen Haar Platz zu schaffen.

Der vermehrte Ausfall von Haaren muss nicht zwangsläufig in bleibendem Haarverlust münden. Vielmehr gilt es jedoch festzustellen, was die Ursachen für den Haarausfall sind. Dabei kann Ihr Friseur weiterhelfen, den Besuch beim Hautarzt aber nicht ersetzen!

Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Störungen durch Kopfbedeckungen und Frisuren

Mechanische Einwirkungen wie anhaltender Zug am Haar oder Druck auf Haar und Kopfhaut kann Haarausfall nach sich ziehen. Solche mechanischen Einwirkungen führen unter Umständen zur Schädigung der Haaranlagen. Unsachgemäße Haarfärbungen oder Verformungen können ebenfalls vorübergehend, in schweren Fällen dauerhaft, zum Haarverlust führen.

Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) ist die häufigste Haarausfallerkrankung, tritt in in allen Altersstufen auf und ist nicht geschlechtsspezifisch. Die Haarfollikel bleiben erhalten, die Haare wachsen also nach Heilung wieder! Die Ursachen für den kreisrunden Haarausfall sind nicht eindeutig. In Frage kommen Stress, Vererbung, Autoimmunreaktionen und Hautinfektionen wie etwa Impetigo contagiosa, Karbunkel, Wundrose, Gürtelrose. Häufig werden psychoneurotische und neurotische Ursachen genannt. Den Behandlungsprozess soll ein Hautarzt anleiten.

Beschwerdebild

Außer einem gelegentlichen Kribbeln oder Druckempfindlichkeit an der betroffenenen Stelle verursacht der kreisrunde Haarausfall keine Beschwerden. Betroffene Personen klagen jedoch häufig über vorausgehende Kopfschmerzen. Die kahlen Stellen erreichen mitunter die Größe einer Handfläche. Kleinere Stellen können zu größeren haarlosen Regionen zusammenfließen. Bei Männern kann auch der Bart betroffen sein.

Heilung

Die Haaranlagen bleiben erhalten. Kreisrunder Haarausfall heilt mit oder ohne Behandlung innerhalb von mehreren Monaten bis zu anderthalb Jahren wieder aus. Betroffene Stellen können mehrfach kahl werden. Die nachwachsenden Haare sind oft dünner und weiß, die Pigmentierung kehrt erst allmählich zurück. Während der Schwangerschaft oder Stillzeit heilt kreisrunder Haarausfall auffallend gut ab. Sind Kinder betroffen, ist Aufklärung des Umfeldes angezeigt, um zusätzlichen psychischen Belastungen vorzubeugen.